Lyred

Mein Untertitel


Alles bei Corona:

Jo-Jo

Felix Krax spielt auch Jo-Jo,
ohne Zweck, einfach nur so:
Spule auf und Spule ab:
so bringt er das Spiel auf Trab.
Spule hoch und Spule tief:
gradaus gedacht, doch auch mal schief.
Wieder rauf und wieder runter:
grau die Welt, doch wird sie bunter.
Losgelassen, straff gezogen:
treu geschaut und doch betrogen.
Von oben wieder grad nach unten:
Vertrauen für gelegte Lunten.
Von unten her ganz schnell empor:
von hinten tritt der Erste vor.
Wieder auf und wieder nieder:
kraftgemeiert, steif die Glieder.
Raufgezogen, fall’n gelassen:
Liebesschwüre, tiefes Hassen.
Auf  und ab am dünnen Faden:
Nutzen da und dort der Schaden.
Faden kurz und Faden lang:
einmal Yin und einmal Yang.

Ach, wo führt das Jo-Jo hin,
macht’s am Ende doch noch Sinn?
Lässt es die Gedanken kreisen,
in die Phantasiewelt reisen?
Bei Schiller hatte Krax gelesen,
der Mensch fänd’ nur im Spiel sein Wesen.
Deshalb spielt Krax gern Jo-Jo
und ist als Mensch ganz Mensch,
und froh. 


Euer HED